FlatPress My FlatPress blog FlatPress Admin 2024 2024-04-20T15:37:24+00:00 Admin ~/ Lärmschutz Siemensbahn: Politik stellt sich taub ~/?x=entry:entry240321-105453 2024-03-21T10:54:53+00:00 2024-03-21T10:54:53+00:00

Postkarte Siemensbahn-1.jpgDie Planungswerkstatt hat mit mehreren Briefen an den Regierenden Bürgermeister, die Verkehrsverwaltung, den Bezirk und den Spandauer Bundestagsabgeordneten Kleebank die Bedenken der Anwohnerschaft der Siemensbahn-Trasse zur künftigen Lärmbelastung vorgebracht.
Bedauerlicherweise geht keine der Antworten auf die Situation der Anwohner ein. Die Senatsverwaltung für Verkehr schreibt z.B.: 
“Für die Siemensbahn ist in weiten Teilen die Reaktivierung der Bestandsstrecke vorgesehen.Dabei ergeben sich keine wesentlichen Änderungen, sodass rechtlich keine Lärmschutzmaßnahmen vorzusehen sind.” (Schreiben vom 27. Februar 2024) 
Noch nicht einmal eine Auskunft über die zu erwartende Belastung wird gegeben.
Aus diesem Grund laden wir die Anwohnerschaft und die betroffenen Bildungseinrichtungen in der Nachbarschaft der Strecke zu einer Anwohnerversammlung am 8. Mai, 18 Uhr im Gemeindesaal der evangelischen Kirchengemeinde Siemensstadt ein. Wir werden über den Stand der Dinge informieren und mit Ihnen beraten, wie wir Ihr Interesse an einer ruhigen Wohnumgebung zur Geltung bringen können.

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Fragen eines (Zeitung-)lesenden Spandauers ~/?x=entry:entry240319-115155 2024-03-19T11:51:55+00:00 2024-03-19T11:51:55+00:00

Ein freundlicher Zeitgenosse schickte uns diesen Leserbrief an das Spandauer Volksblatt zur Kenntnis. - Auch wenn Herr Schatz wohl so oder so keine Chance auf die Zuteilung von 850 Mio. Euro hat - diese Summe spornt schon die Fantasie über alternative Verwendungen an…
 
“Betreff: Ihr Artikel “1,2 Millionen Loch im Straßenbau”

Sehr geehrte Damen und Herren

Herzlichen Dank für den Artikel von Herrn Frey, in dem beschrieben wird, daß dem Bezirksbaustadtrat Schatz ein 1,2 Mio € in seinem Haushalt fehlen, um Schlaglöcher in Spandau auszubessern.

Der selbe Stadtrat unterstützt derweil die Wiederinbetriebnahme der Bahn bis zum Kopfbahnhof Gartenfeld. (Anmerkung: Diese wurde in den 80er Jahren wegen der Etablierung der U-Bahn stillgelegt.) Diese Wiederbelebung wurde ursprünglich mit 600 Mio € budgetiert. Derzeitige Prognosen liegen bei 850 Mio € - und noch ist kein Spatenstich getan.

Mit diesen Mitteln könnten wir in Spandau für die nächsten Jahrzehnte alle Schlaglöcher ausbessern und alle Fahrradwege auf den neuesten Stand bringen. Außerdem bliebe immer noch genug übrig, um eine Tramstrecke vom Gartenfelder Kopfbahnhof bis zum U-Bahnhof Paulsternstraße zu legen.

An Geld mangelt es nicht. Es ist nur eine Frage des politischen Willens.”

Baubeginn auf dem Siemens-Gelände ~/?x=entry:entry240223-163147 2024-02-23T16:31:47+00:00 2024-02-23T16:31:47+00:00

Hinter den Werbeplakaten für die Siemensstadt² am Rohrdamm tut sich seit einiger Zeit etwas: DerAbrissbagger ist schon einmal da. Und wo bis vor kurzem noch der flache Backsteinbau der Siemens-Betriebskrankenkasse stand, liegt jetzt ein Haufen Steine.Baubeginn-Feb 2024.jpgBaubeginn_Micha.jpgErst vor kurzem hat der Senat dem Bebauungsplan für den Eingangsbereich des neuen Quartiers zugestimmt. Die Behandlung im Abgeordnetenhaus steht kurz bevor. Es scheint also nun kein Halten mehr zu geben.
Dabei gab es eine ganze Reihe von Einwänden gegen die Art und Weise der Bebauung. In einem Brief an den Regierenden Bürgermeister hat die Planungswerkstatt zusammengefasst, was sie gegen das Bebauungskonzept im Rahmen der öffentlichen Beteiligung vorgebracht hat:
“Im Kern stellen wir dabei in fast allen Einzelfragen fest, dass den Planern das Verständnis für die Einbindung des Nordwestraums von Berlin in das Stadt- und Landschaftsgefüge fehlt und ökologische und soziale Konzepte nur vordergründige Fassade bleiben – etwa wenn neue Bürogebäude errichtet werden sollen, während vorhandener Raum im Bestand ungenutzt ist.
Die Realisierung dieses unverhältnismäßig dichten, in seinen Dimensionen aus Zeit und Raum gefallenen Projektes beginnt mit dem Eingangsbereich.”
Über die im Detail vorgebrachten Einwände ging die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung jedoch hinweg. Das Ringen um die Ausgestaltung der Bebauung wird jedoch weitergehen, denn jetzt ging es “nur” um den Eingangsbereich am Rohrdamm.

Nächstes Treffen der Planungswerkstatt am 21. Februar ~/?x=entry:entry240208-131755 2024-02-08T13:17:55+00:00 2024-02-08T13:17:55+00:00

Das nächste Treffen der Planungswerkstatt findet am 21. Februar um 18:00 Uhr in den Räumen des Stadtteilzentrums am Rohrdamm 23 statt.Rohrdamm 23.png

Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Fragen rund um die Reaktivierung der Siemensbahn und der Beitrag der Planungswerkstatt zum geplanten Stadtteilfest. - Interessenten sind willkommen - wir bitten um kurze Anmeldung per E-Mail (info@neue-siemensstadt.de), damit wir die endgültige Tagesordnung zuschicken können.

Planungswerkstatt fragt die Politik: "Wie steht ihr zum Lärmschutz?" ~/?x=entry:entry240130-150555 2024-01-30T15:05:55+00:00 2024-01-30T15:05:55+00:00

Die geplante Reaktivierung der Siemensbahn verursacht bei Anwohnern der Strecke nicht nur Freude. Auf einer Veranstaltung der DB am 14.09.2023 (wir berichteten) wurden Pläne vorgestellt, nach denen aktive Lärmschutzmaßnahmen in Form von Lärmschutzwänden lediglich im Bereich des 1. Projektabschnitts zwischen Lise-Meitner-Str. und Tegeler Weg vorgesehen sind. Ferner soll im 3. Abschnitt die Abstellanlage beim Bahnhof Gartenfeld „eingehaust“ werden.

Dagegen sind in den Abschnitten mit Siemensbahn_Wohnquartiere(1).pngdicht angrenzender Wohnbebauung und mit benachbarten Schulen und KiTas (das ist vor allem der Kern von Siemensstadt) keine besonderen Lärmminderungsmaßnahmen geplant, ja, wurden geradezu vehement vom Bahnbevollmächtigten abgelehnt. Die Bahn hat bisher keine Prognosen über die zu erwartenden Lärmemissionen herausgegeben. Allerdings wird in einem Verkehrsgutachten für das Projekt Siemensstadt² von einem Lärmpegel bis zu 74 Siemensbahn_Wohnquartiere(2)png.pngdB(A) im Umfeld des Bahnhofs Siemensstadt ausgegangen. Unter Berücksichtigung einer Zugfrequenz von 10 Minuten pro Richtung entsteht damit eine Störung der Wohnverhältnisse, die bei einem Neubau der Strecke rechtlich zwingend lärmmindernde Maßnahmen zur Folge hätte. Die von der Bahn versprochenen Maßnahmen am Gleiskörper (Unterschottermatten, besohlte Schwellen) sind nicht ausreichend wirksam.Siemensbahn_Wohnquartiere(3).png

Allerdings: Die Bahn handelt nicht im eigenen Auftrag, sondern im Auftrag und auf Rechnung des Senats. Es ist also an der Politik zu veranlassen, dass die Bahn den notwendigen Lärmschutz vornimmt.
Es wird Zeit, denn die DB hat jetzt die Planungen beim Eisenbahnbundesamt zur Siemensbahn_Wohnquartiere(4)png.pngGenehmigung eingereicht.

Die Planungswerkstatt wird im Verlaufe der nächsten Wochen die betroffenen Anwohner der S-Bahn-Trasse zu einer Anwohnerversammlung einladen. Wenn Sie informiert werden möchten, registrieren Sie sich bitte für unseren Newsletter. Wir halten Sie dann auf dem Laufenden.

Kartenausschnitte: © OpenStreetMap contributors; eig. Bearbeitung